Aufstieg in die Königsklasse: Die digitale Spiegelreflexkamera

Wer mit einer digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) fotografiert, genießt bei vielen Gelegenheiten gleich das Ansehen eines Profi-Fotografen. Allein schon die im Vergleich zu Smartphone und Kompaktkamera beeindruckenden Abmessungen einer DSLR mit dem charakteristischen Buckel, dem Prismensucher über dem Objektiv, lösen Bewunderung aus. Aber gutes Kochgeschirr macht noch kein leckeres Essen, wie der bekannte Fotograf Helmut Newton einmal bei einem Restaurantbesuch anmerkte, als er auf seine teure Fotoausrüstung angesprochen wurde. Für wen lohnt sich die Anschaffung einer DSLR also?

Übung im Gewichtheben

Das Online-Magazin www.digitalkameratrends.com nennt neben den manuellen Einstellmöglichkeiten vor allem den Einsatz von Wechselobjektiven und die hervorragende Bildqualität auch bei schlechten Lichtverhältnissen als wesentliche Vorteile der DSLR. Wer schon einmal mit Kompaktkameras wie etwa der Canon Powershot A560 oder ihren Nachfolgemodellen fotografiert hat, wird dem zustimmen. Zugleich wird er aber auch wissen, dass diese Eigenschaften zugleich Fluch und Segen sind. Während die kleine Canon ein ständiger Begleiter sein kann, auch auf langen Wanderstrecken, wird die große DSLR schnell zum Ballast. Und es ist ja nicht allein das Kameragehäuse. Welche Objektive nehmen Sie mit? Das Weitwinkel natürlich, um ein herrliches Bergpanorama einzufangen. Und das Teleobjektiv für die Begegnungen mit Wildlife. Das Makro darf nicht fehlen wegen der Blumen und Insekten. Und schon ist der Rucksack voll, zumal auch noch genügend Akkupower ins Gepäck gehört.

Sensorgröße entscheidet

Ein wichtiger Faktor für die Bildqualität bei unzureichendem Licht ist die Sensorgröße. Selbst hervorragende Kompaktkameras kommen über ein Zoll (2,54 cm) Diagonale nicht hinaus. Eine Kleinbild-DSLR bietet beinahe die achtfache Fläche. Darauf lassen sich sehr viel mehr Bildpunkte unterbringen. Aber selbst bei gleicher Pixelzahl ist die Qualität des großen Sensors erheblich besser, weil die Pixel größer sind und genügend Abstand haben, sodass sie sich auch bei hohen ISO-Werten nicht gegenseitig stören.